Etwas zum Nachlesen für die Teilnehmer der Veranstaltung am 22.4.2012

1. Um die Grenzen der Mediengestaltung wissen –
und deshalb weniger an Werbung sondern an Beziehungen denken.

Wenn es um erfolgreiche Selbstdarstellung geht, denken viele hauptsächlich an Mediengestaltung. Dabei ist die Mediengestaltung vergleichbar einer schönen Verpackung mit Goldschleifchen. Aber letztlich befriedigt der Inhalt, das Geschenk, und nicht die Verpackung. So bleibt bedrucktes Papier immer nur Papier und ein Blick ins Internet ersetzt niemals die persönliche Begegnung.
Fazit: Mediengestaltung ist notwendig, ist aber letztlich nur ein Werkzeug, um Beziehungen aufzubauen. Es geht immer um (gute) Beziehungen – und tragfähige Beziehungen sind immer persönlich menschlich. Gerade in einer übersättigten Medienwelt kommt es auf Ideen an, die jenseits klassischer Werbemaßnahmen liegen.

2. Geschmack ist relativ und doch nicht ganz – mehr Professionalität kommt besser an.

  • Mehr Professionalität heißt mehr gezielte Wirkung. Wichtige Fragen dabei sind immer:
  • Was interessiert wirklich?
  • Werde ich wahrgenommen und wiedererkannt (mit allen Sinnen)?
  • Bereichere ich und mein Angebot?
  • Berühre ich positiv?
  • Schaffe ich Vertrauen?

Diese Fragen sind der Schlüsel für mehr Wirkung in der Selbstdarstellung und wichtige Fragen, wenn es um die Analyse der Werbemedien, der Öffentlichkeitsarbeit und der Selbstdarstellung geht.

3a. Gewusst wie – die „Zutaten“ für mehr Professionalität in der Gestaltung. Am Anfang steht der Inhalt oder die wundervolle Wirkung der W-Fragen.

Weshalb ist es wichtig mitzumachen, dabeizusein? Wer steht dahinter? Für wen ist das Angebot? Wo und wann findet es statt? Welche nächsten Schritte sind gefordert? Wie…

3b. Bilder sagen mehr als 1000 Worte und 1000 Worte sind oft zuviel (viele Bilder oft auch).

Wenn es darum geht, Eindrücke zu hinterlassen, ist weniger immer mehr. Ein spitzes Messer hat mehr Wirkung als ein stumpfes. Am Anfang steht meist die Vielfalt, die Auswahl der Möglichkeiten. Gestalten heißt „einzudampfen“, sich zu entscheiden, Schlechteres wegzulassen um Besseres herauszustellen. Durchgestaltete Dinge sind prägnant einfach!

3c. Menschen sind manchmal durchschaubar. Grundzüge des Layouts, der Blickführung, der Wahrnehmung

Wir sind geprägt durch menschliche Wahrnehmungspsychologie. 90% unserer Entscheidungen sind unbewusst, aber deswegen zum Teil durchaus voraussehbar. Trauen wir uns, unseren gesunden Menschenverstand einzusetzen und einige eigentlich banale, logische Regeln zu befolgen, gestalten wir um Klassen besser.

  • Lesbarkeit, Leserichtung – ist das Wesentliche schnell erfassbar?
  • Schriftauswahl – weniger ist mehr
  • Leerraum ist Gestaltungsfläche – nichts überladen
  • Schwerpunkte setzen – durch Farbe, Stärke, Position, Kontrast
  • Logoplazierung – Wiedererkennung, Schutzraum, Position
  • Überzeugt die Idee – führen die Assoziationen in die richtige Richtung?
  • Stimmt die Ästhetik – harmonieren die Farben, die Gestaltungselemente?
  • Sprache und Worte – ein scharfes Schwert der Überzeugung

und immer wieder: Was könnte weggelassen werden, was ist Beiwerk?
Es hilft der kritische Blick aus der Distanz und der Blick „mit fremden Augen“!

4. Auf zur Tat!

Wissen reicht nicht aus. Können braucht das Tun, die Übung!
Semiprofessionalität in der Selbstdarstellung ist ein realistisches Ziel, wenn man(n)/frau/verein es ernst nimmt. Dazu dienlich, manchmal notwendig, ist die Hilfe zur Selbsthilfe.

5. Zum Schluss wieder Fragen:

  • Was verändere ich, was nehme ich konkret mit, welche Frage müssen mir noch von wem beantwortet werden? Und eine ganz wichtige Frage immer wieder: Erziele ich wirklich Wirkung, nutze ich Feedback, bin ich bereit „von toten Pferden abzusteigen“?
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