Wichtig: Der Begriff „Präsentation“ steht in dieser Zusammenfassung für alle Situationen, bei denen ein (oder mehrere Personen) mit projizierten Charts Zuhörer erreichen wollen. Eine Lehrveranstaltung, ein Briefing, eine Projektplanung, ein gemeinsames Wissen erkunden ist in diesem Sinne Präsentation!

Augenkrebs und Langeweile

Nach Schätzungen werden täglich über 50 Millionen Powerpoint Präsentationen produziert – und so leider Millionen von Teilnehmern von inhaltlich und ästhetisch mehr als fragwürdigen Präsentationen malträtiert.

Zu viel Text, zu viele verschiedene Schriften, zu viele Farben, zu viele Effekte, zu viele Folien, zu viel, zu viel, zu viel …

Zu allem Überfluss bekommen die Teilnehmer oft das vorgelesen, was sie ohnehin schon gelesen und gesehen haben. Das schläfert ein. Und wer schläft kann nicht mitdenken!

Dabei möchten die „Präsentatoren“ gar nicht quälen: Ihnen fehlt einfach oft nur das nötige Wissen und die Übung. Vielleicht haben sie auch nur zu viele schlechte Beispiele gesehen und denken „so geht Powerpoint“. Und manche wollen nur spielen – mit den Effekten von Powerpoint!

Machen Sie es besser!

Bringen Sie künftig mit Ihren Powerpoint Präsentationen den Inhalt auf den Punkt – informativ, optisch gelungen und zugleich unterhaltsam! Ja unterhaltsam – gerade bei anspruchsvollem Inhalt! Begeisterung ist der Lernturbo schlechthin – wissenschaftlich bewiesen. Begeisterung schüttet die Neurotransmitter aus, die notwendig sind, dass unsere Gehirn optimal funktioniert. Möchten Sie nun mehr darüber wissen wie Powerpoint den inzwischen schlechter werdenden? Etwas dafür tun, dass die nächste Präsentation die beste wird, die Sie je gehalten haben?


Tipps für überzeugende Powerpoint Präsentationen

Vorab die wichtigste Regel für erfolgreiche Powerpoint Präsentationen:
Weniger ist mehr. Das gilt gerade auch für wissenschaftlich-technische Charts! Denn die Informationstiefe bestimmt nicht das, was gesehen werden könnte. Es zählt was wahrgenommen und vor allem verstanden wird. Konzentrieren Sie sich deshalb auf das Wesentliche. Vermeiden Sie Füllwerk und unnötige Ausschweifungen. Qualität zählt mehr als Quantität. Eine gute Präsentation ist immer hochprozentiges Destillat, nicht abgestandenes Leichtbier! Präsentationsfolien sind niemals Lehrbuch oder Handout!

Inhaltliche Vorbereitung:

  • Was ist das Thema, was davon ist besonders wichtig? Priorisieren Sie und sortieren aus!
  • Wie kann ich selbst Kompliziertes verständlich „rüberbringen“? Fordern Sie – aber überfordern Sie nicht!
  • Wer sind die Teilnehmer, welche Bedürfnisse und Wünsche haben sie? Stellen Sie sich auf Ihre Zielgruppe ein!
  • Wie gelingt es, die Teilnehmer einzubeziehen? Kommunizieren Sie dialogisch!
  • Welche Idee habe ich für einen fesselnden Einstieg? Dieser schafft den Rahmen für alles spätere!
  • Wie halte ich die Spannung während der Präsentation, wo setze ich notwendige Akzente? Dramatisieren Sie!
  • Wie gestalte ich den Abschluss für einen bleibenden Eindruck? Geben Sie einen Motivationsschub aktiv zu werden!
  • Welche drei Dinge sollen unbedingt im Gedächtnis bleiben? Wenn das gelingt haben Sie viel erreicht!

Konzeption und Dramaturgie

  • Die Folien visualisieren (nur) Ihre Aussagen – deshalb niemals Folien vorlesen! Denken Sie daran: Text bwird schneller gelesen als Sie diesen vorsprechen.
  • Rede und Projektion der Folien müssen aufeinander abgestimmt sein. Der persönliche Auftritt und die Projektion der Folien zusammen bestimmen die Wirkung.
  • Nicht zugleich reden und projizieren, denn während die Zuhörer lesen, ist ihre Aufmerksamkeit gebannt.
  • Sehen Sie jede Präsentation als Bühnenstück. Das Stück beginnt schon vor der ersten Folie und endet auch erst beim Applaus! Entsprechend muss der dramaturgische Bogen alle Folien und den gesamten Auftritt umfassen. Die Projektionsfläche ist in diesem Stück ein notwendiges Requisit, kein Hauptdarsteller – der bleiben Sie!
  • (Handschriftliche) Ergänzungen, Visualisierungen beleben die Charts – nehmen Bezug auf Fragen, Erkenntnisse und Interaktion.
  • Überlegen Sie, welche weiteren Requisiten (Flipchart, Metaplanwand, Skripte, Handouts, etc.) die Präsentation unterstützen.
  • Erarbeiten Sie einen realistischen Zeitplan.

Gestaltung der Powerpoint-Folien

  • Weniger Folien sind in der Regel besser – außer sie machen es filmisch pfiffig.
  • Sorgen Sie für ein stimmiges einheitliches Layout aller Folien. Oder durchbrechen diese Regel bewusst!
  • Folien brauchen Freiheit vom CI. Also kein Logo auf jeder Seite und sonstige Angaben wie Fußzeile, Datum, Seitenzahl. Diese Angaben gehören ins Handout.
  • Das Programm Powerpoint ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck. Auf die meisten Effekte und Funktionen können Sie in der Regel verzichten. Vermeiden Sie Spielereien.
  • Klare Gestaltung heißt das Auge bewusst zu leiten. Eine klare Hierarchie der Auffälligkeit der einzelnen Elemente ist unabdingbar. Wenn alles laut „durcheinander schreit“ geht das Verständnis verloren.
  • Beschränken Sie sich pro Folie auf eine Kernaussage: also kurze „knackige“ Überschriften, wenig Text, wenig Unterpunkte, wenig Bilder/Grafiken pro Folie.
  • Beschränken Sie sich auf wenige grafische Stilmittel/Elemente (Schriften, Farben, Größen, etc.).
  • Grafiken und Bilder meist stärkere Wirkung als Text – aber nur, wenn sie gut sind.
  • Wenn Sie ein Handout anbieten und das sollten Sie: achten Sie darauf, dass Folien und Handout inhaltlich und von der Gestaltung her zusammenpassen.
  • Übrigens ist die Ausarbeitung eines Handouts eine gute Möglichkeit Ihre Präsentation vorzubereiten. Und die Chance präsentieren zu können, wenn die Technik versagt.

Am Tag der Präsentation

  • Vermeiden Sie Hektik und Zeitdruck.
  • Sorgen Sie für den bestmöglichen mentalen, körperlichen und stimmlichen Zustand. Vielen ist auch die Kleidung sehr wichtig.
  • Der Raum ist nach Ihren Wünschen vorbereitet. Wenn möglich ist es besser sich und nicht die Projektionsfläche im Zentrum der Bühne zu positionieren.
  • Ein zu dunkler Raum ermüdet. Ein schlecht gelüfteter noch mehr.
  • Ihre Präsentation ist gut vorbereitet (Stichwortkarten, Powerpoint, Stifte, etc.)
  • Die Technik funktioniert – und Sie haben einen Plan B, falls alles versagt. Übrigens ist ein guter Plan B, z. B. eine „nackte“ Präsentation ohne technische Unterstützung, oft sehr wirkungsvoll.
  • In dem Wissen gut vorbereitet zu sein, finden Sie die Balance zwischen Anspannung und Gelassenheit. Strahlen Sie diese Energie aus, wenn Sie Ihre Präsentationsbühne betreten. Der erste Eindruck zählt! Energie heißt aber nicht sich wie eine Bühnensau benehmen zu müssen. Im Gegenteil: das passt zu den wenigsten.
  • Stellen Sie immer wieder (Blick)Kontakt zu den Zuhörern her. Auch zu denen am Rand und in der hintersten Reihe.
  • Sprechen Sie so viele Sinne wie möglich an – Sehen und Hören sind nur zwei.
  • Sie präsentieren – hören Sie trotzdem gut zu! Gestalten Sie Ihre Präsentation dialogisch – auch wenn Sie nur Vortragen.

Seien Sie sich immer bewusst – Es geht niemals nur rein um Fakten. Sie haben mit Menschen zu tun! Präsentieren Sie emotional, einfach, echt! Begeisterung, Wundern und Lachen ist ausdrücklich erlaubt!

Es mangelt selten an Wissen …

Es mangelt am Können, an der Bereitschaft und Übung das Wissen anzuwenden. Sie können noch so viel über Präsentationen wissen – die Praxis zählt.

Es gibt einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis – in der TAT.

Und wenn Sie nun noch 10 Minuten Zeit haben, sich amüsieren wollen und gleichzeitig viel über Powerpoint lernen wollen, dann schauen Sie den „Clip von Don McMillan, Death by Powerpoint…“:

Wenn Sie Interesse an einem Training oder Workshop haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Konzeption und Realisierung von Präsentationen – mit und ohne Powerpoint. Aber das ist ein neues Thema.

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