Frischfisch Impulse

Guter pädagogischer Leitsatz

  1. Vom Bekannten zum Unbekannten
  2. Vom Leichten zum Schweren
  3. Vom Einfachen zum Zusammengesetzten
  4. Vom Fall zur Regel
  5. Vom Regelfall zur Ausnahme

Und dabei der Wirkfaktoren nicht vergessen

  1. Motivation und Begeisterung
  2. Umfeld (menschliche Beziehungen und Umgebung)
  3. Lernfähigkeit/Intelligenz
  4. Methode

 

Hörenswert – Low

Checkliste: Sponsoring aus der Sicht des Sponsorgebers

Dies ist ein Auszug aus der Neuauflage des Taschenbuches „Akquise – Kunden, Sponsoren, Unterstützer sowie Fundraising- und Netzwerkpartner gewinnen“.

Alte Auflage: Online und im Buchhandel sowie als E-Book erhältlich. Neuauflage ab Juli 2017!


Sponsoring aus der Sicht des Sponsorgebers

Die ersten beiden Teile des Leitfadens sind aus der Sicht/ Persektive des Sponsornehmers geschrieben. Für die erfolgreiche Akquise ist es aber, wie gleich am Anfang betont, wichtig sich in den Sponsor hineinversetzen zu können. Nur so kann kompetent und fair der Nutzen argumentieren werden. Dieses Kapitel ist speziell für Unternehmen, Organisationen und Personen geschrieben, die als Sponsorgeber aktiv sind oder aktiv werden möchten.

Eine weitere Möglichkeit: Sie gehen als Sponsornehmer diese nun genannten Dinge gemeinsam mit Ihrem potenziellen Sponsor durch, denn folgende Gedanken fördern Gespräche auf Augenhöhe! Bewusst haben wir dieses Kapitel kurz und in Stichpunkten gehalten. So eignet sich dieser Teil besonders als Argumentationshilfe und Handout in einem Gespräch.

Grundsätzliche Motivation als Sponsorgeber aufzutreten

Bereits im Römischen Reich wurde Kunst und Sport aus verschiedensten Motiven gefördert. Brot und Spiele! Auch heute profitieren Unternehmen und Organisatoren von ihrem Engagement als Sponsor. Das gilt nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für kleine und mittelständische, wenn Sie sich den passenden, vielleicht regionalen Sponsornehmer suchen.

So können Sie als Sponsorgeber vom Sponsoring profitieren:

  • Das Unternehmen oder die Organisation gewinnt an Bekanntheit in der Region und das Image wird gestärkt.
  • Mit Sponoring erreichen Sie eine „gutgelaunte“ und emotional bewegte Zielgruppe.
  • Mit Sponsoring angesprochene Zielgruppen können nicht „wegzappen“.
  • Sie veringern Streuverluste durch passgenaue Auswahl des Gesponsorten. Für fast alle „Werte“ lässt sich ein geeigneter Sponsornehmer finden.
  • Sponsoring hat eine höhere Akzeptanz als klassische Werbung. Gesellschaftliches Engagement und Förderung kommt gut an. Auch innerhalb der Organisation bzw. des Unternehmens.
  • Die persönlichen Kontaktmöglichkeiten zu Geschäftspartnern und zu wichtigen Partnern können besonders gut geknüpft und gepflegt werden. Sponsoring unterstützt Netzwerkaktivitäten.
  • Der Sponsorgeber profitiert am öffentlichen Interesse für den Sponsornehmer. Sponsoring ist ein effektives PR-Instrument.

Es gilt aber auch die Kehrseite von Sponsoringaktivitäten zu bedenken

  • Der Sponsor „steigt und fällt“ mit dem Image, der Akzeptanz und dem Erfolg des Sponsornehmers. Wer zu Zeiten des Hochkochens der Dopingaffaire im Radsport aktiv war, hatte nicht nur positives Image.
  • Die Informationstiefe der Werbebotschaften ist begrenzt. Erklärungsbedürftige Sachverhalte können nur angerissen werden. Der direkte Bezug zu einem Produkt oder einer Dienstleistung ist selten gegeben.
  • Kurzfristiges Engagement ist weniger zielführend. Sponsoring braucht ein mittel- und langfristiges Konzept – Sponsoring braucht langen Atem.
  • Sponsoring ist keine direkte Verkaufsförderung.

Sie sehen, dass die positiven Wirkungen für ein Engagement als Sponsor in den meisten Fällen überwiegen. Die Rahmenbedingungen müssen aber passen. Welche das sind können Sie gleich anhand einer Checkliste überprüfen. Grundsätzlich aber gilt, vorausgesetzt Sponsor und Sponsornehmer passen zusammen, entwickeln sich durch das Sponsoring folgende Unternehmensparameter positiv:

  • Die Kaufabsicht
  • Das Image und die Sympathiewerte
  • Die Bekanntheit
  • Die Nutzung des Produkts/der Dienstleitung
  • Die Netzwerkkontakte

Heute gibt es viele Möglichkeiten als Sponsor aktiv zu werden

Sponsoring entwickelt sich. Immer mehr Organisationen öffnen sich für den Kontakt zu Sponsoren. So wird es einfacher für Unternehmen sich
in den Bereichen zu engagieren, die zu den angebotenen Leistungen und zur Unternehmenskultur passen.

Sport-Sponsoring:
Unterstützt werden sportliche Ereignisse, Vereine, Abteilungen oder einzelne Sportler. Sport steht für eine besondere Emotionalität und für großes mediales Interesse.

Kultur-Sponsoring:
Gerade kulturelle Veranstaltungen sind Publikumsmagneten mit
besonderem Flair und Wertigkeit.

Sozial- und Öko-Sponsoring:
Hier können sich Unternehmen besonders als „guter Bürger“ (’Good Corporate Citizen’) präsentieren.

Schul- und Hochschul-Sponsoring:
Von guter Bildung profitieret die Gesellschaft und die Wirtschaft
gleichermaßen. Etwas Gutes für die Jugend (am besten in der Region) zu tun, kommt an. In Zeiten der knappen Kassen der Bildungsträger bieten sich hier interessante Möglichkeiten. Auch die Verknüpfung mit Sport- und Kultur ist leicht möglich.

Medien- und Programm-Sponsoring:
Unternehmen unterstützen Beiträge (z.B. Filme, Features, Artikelreihen). Hier ist die Abgrenzung zur klassischen Werbung oft schwierig.

Event-Sponsoring:
Auch wenn es bei den Events meistens um Sport- oder Kulturunterhaltung geht – auch Bildungs- oder Kontaktevents sind eine gute Möglichkeit für Sponsoren.

Sind wir als Sponsorgeber schon fit und gut aufgestellt

Mit der folgende Checkliste und den 20 Fragen können Sie schnell und
einfach testen, ob Sie jetzt schon in das Sponsoring einsteigen können oder ob noch „Hausaufgaben“ zu machen sind.

Für Fragen, die Sie eindeutig mit Ja beantworten, vergeben Sie 2 Punkte
Für Fragen, die Sie mit jein beantworten, vergeben Sie 1 Punkt
Für Fragen, die Sie mit Nein beantworten, vergeben Sie 0 Punkte

 

  1. Besteht die Bereitschaft, sich finanziell einzubringen?
    Manche vertrauen, dass dem Sponsoringnehmer auch überwiegend mit Sachleistungen gedient ist. Das ist selten der Fall.
    Punkte (_____)
  2. Sind ausreichend Mittel vorhanden?
    Dabei ist nicht nur die reine Investition ausschlaggebend. Gerade der Anteil der Sponsoring-Aktivitäten im Werbeetat entscheidet über die Wirksamkeit. Als Faustregel gilt: mindestens 7% des Marketingetats sollten in das Sponsoring investiert werden.
    Punkte (_____)
  3. Besteht die Bereitschaft, Zeit und andere Ressourcen
    einzubringen?
    Sponsoring geht nicht so nebenbei. Gute Sponsoringbeziehungen brauchen Engagement von beiden Seiten.
    Punkte (_____)
  4. Gibt es eine Marketing-Konzeption?
    Ein strategisch geplantes Sponsoring setzt voraus, dass im Unternehmen Marketing zielorientiert betrieben wird. Es geht u.a. um das Image, die Kundenbedürfnisse, die Markenpositionierung, die Alleinstellungsmerkmale, das Erscheinungsbild, das CI.
    Punkte (_____)
  5. Wird Sponsoring verstanden?
    Ist entsprechendes Know-How vorhanden. Sind die Akteure sponsoringerfahren oder bereit, das sich das nötige Wissen anzueignen. Punkte (_____)
  6. Ist Sponsoring in das Marketingkonzept integriert?
    Nur eine intelligente Verzahnung bringt den gewünschten Erfolg.
    Punkte (_____)
  7. Sind Sie bereit, auch ungewöhnliche, neue Wege zu gehen?
    Die klassischen Sponsoringaktivitäten sind gut. Besonderes ist
    wirksamer?
    Punkte (_____)
  8. Ist langer Atem vorhanden, nachhaltiges Denken und Handeln?
    Kurzfristige Aktivitäten zahlen sich weniger aus als langfristig ange-
    legte Sponsoringpartnerschaften.
    Punkte (_____)
  9. Ist genügend Begeisterung vorhanden?
    Das Sponsoringengagement sollte von einer breiten Basis getragen werden. Steht auch die Geschäftsführung hinter dem Engagement?
    Punkte (_____)
  10. Gibt es Erfahrungen mit Events?
    Eine introvertierte Firmenkultur ist ist nicht gerade für das Sponsoring förderlich.
    Punkte (_____)
  11. Sind die Erwartungen realistisch?
    Sponsoring ist keine kurzfristige Absatzförderung. Sponsoring
    verkauft selten unmittelbar.
    Punkte (_____)
  12. Werden Controlling und Feedbackinstrumente genutzt?
    Vertrauen ist gut, Kontrolle besser – auch um die Maßnahmen zu
    justieren. Dazu notwendig ist, dass die Ziele festgeschrieben sind. Gibt es Instrumente, die die Wirkung der Sponsoringaktivitäten zuverlässig bewerten?
    Punkte (_____)
  13. Wird genügend Wert auf die Qualität der
    Sponsoring-Präsentation gelegt?
    Eine schlechte Präsentation schädigt. Kann auf den Sponsornehmer diesbezüglich eingewirkt werden?
    Pinkte (_____)
  14. Bietet der Sponsornehmer eine überzeugende Präsentation seiner Möglichkeiten und Leistungen?
    Diese unterscheidet sich von der klassischen Medienpräsentation.
    Punkte (_____)
  15. Stimmt die Chemie der Zusammenarbeit und
    Sponsoringbeziehung?
    Sponsoring fordert hier besonders viel. Besteht die Möglichkeit, diese Kontakte zu pflegen und zu festigen.
    Punkte (_____)
  16. Sind Sie bereit sich selbst einzubringen?
    Nur auf einen professionellen Partner zu vertrauen, ist nicht gut.
    Gesponsorter und Sponsor müssen eine gute Beziehung haben. Gute Akquisitionspartner bringen Ideen und Erfahrung ein, sind Moderatoren, Mittler, Sparringspartner. Nicht mehr aber so viel!
    Punkte (_____)
  17. Werden die Sponsoringaktivitäten steuerlich und rechtlich korrekt geplant und umgesetzt?
    Hier lauern immer Fallstricke für beide Vertragsparteien. Sorgen Sie für Sicherheit, das schafft Vertrauen.
    Punkte (_____)
  18. Besteht die Bereitschaft, kooperativ mit anderen
    Sponsoren zusammenzuarbeiten?
    Vorausgesetzt die Sponsoringgemeinschaft harmoniert, bieten sich hier viele Chancen.
    Punkte (_____)
  19. Sind Sie bereit, auf dem Laufenden zu bleiben, was Sponsoring betrifft?
    Märkte und Möglichkeiten verändern sich. Sie können viel von anderen lernen, blicken Sie über den Tellerrand der Branche. Blicken Sie über den großen Teich. Erkennen Sie Licht und Schatten.
    Punkte (_____)
  20. Sind Sie bereit, den nächsten Schritt zu tun? UNd wann konkret fangen Sie an?
    Punkte (_____)Sie erwarten jetzt vielleicht eine Auswertung in der Art „25 und mehr Punkte: Sie können loslegen!“ So einfach machen wir es Ihnen nicht aus
    gutem Grund. Reflektieren und interpretieren Sie Ihr Ergebnis, nicht mehr. Denn niemand kann Ihnen einen besonderen Erfolg garantieren oder auch bei wenig Punkten einen Misserfolg voraussagen. Jede unternehmerische Entscheidung jedes Für und Wider, jedes Ja und Nein braucht Mut.

Fotoprotokoll Impulsvortrag Calw 6.2.2017 „Marketing wirkt besser als Werbung“

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Umsetzen neuer Ideen.

Mehr Konzertbesucher, neue Mitglieder, Unterstützer und Sponsoren – das bringt einen Verein voran und sichert die Zukunft. Um dieses zu erreichen, denken manche Vereine leider immer noch meist nur an Plakate und Flyer. Die etwas „moderner“ denkenden Vereine wissen und nutzen zudem die Präsenz im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook. Und natürlich erleben die meisten, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda, ein gutes Gespräch noch immer der erfolgreichste Weg ist, um gute Beziehungen aufzubauen und Menschen für seine Sache zu gewinnen.

Hier das Fotoprotokoll mit etwas Zusatzmaterial:

Werbung-1

Beziehungen schaffen-2

Der Weg-3

Gute Gestaltung-4

10.000 EUR muss raus-5

Auszug_Roter_Fisch-1_Wahrnehmungspsychologie

Wenn Sie Interesse haben tiefer in das Thema einszusteigen – mit einer leicht verständlichen „Badewannenlektüre mit nötigem Tiefgang“ – schauen Sie z. B. mal in die Taschenbuchreihe, der „Rote Fisch“.

Herzliche Grüße aus Schlaitdorf

 

Sigi Bütefisch

Edward Bernays – Erfinder der PR und Neffe Freuds

„Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie: Wenn viele Menschen möglichst reibungslos in einer Gesellschaft zusammenleben sollen, sind Steuerungsprozesse dieser Art unumgänglich.“

Diese Zeilen stammen nicht von einem modernen Gesellschaftskritiker!

Es ist die Einleitung des ersten Buchs über Public Relations überhaupt und wurde 1928 in den USA veröffentlicht. Ein Klassiker – aktuell wie eh und je.

Propaganda: Die Kunst der Public Relations Taschenbuch
von Edward Bernays (Autor), Klaus Kocks (Vorwort), Patrick Schnur (Übersetzer)

Schönheit und Funktion

„Beauty is something that works“,
sagt Fillipo Perini, Chefdesigner von Lamborghini.

Impuls und Zusammenphasung Impulsvortrag Altensteig

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

nun noch etwas „Futter“ zum Erinnern und als Hilfestellung für Ihr nächstes Projekt.
 
(Klicken für vergrößerte Abbildung)
 
Gestaltungstipps_Buetefisch

Ein weiterer Impuls und ein Auszug aus dem roten Fisch:

Auszug aus_Roter_Fisch-4_Gestaltungsraster und weiterfuehrende Literatur

Wenn Sie tiefer ins Thema einsteigen möchten, sind meine Taschenbuchleitfäden, die auch als eBook erhältlich sind, eine gute Hilfestellung.

Die Leitfäden sind sofort verfügbar z. B. in allen Online-Buchportalen wie Amazon & Co.

Viel Erfolg beim Umsetzen

Ihr Sigi Bütefisch

 

Bilder und Videos als Marketinginstrument

Vertrieb:

Wenn Sie Bilder machen oder Videos produzieren, sollten sie Ihnen nutzen und dem Betrachter Freude machen. Das gelingt nur, wenn Sie sich um den „Vertrieb“ offensiv kümmern.

Rechtsicherheit:

Sie dürfen nicht alles und jeden aufnehmen und veröffentlichen. Das Wichtigste dazu finden 
Sie über den Link.

Weitere Impulse:

https://www.e-recht24.de/artikel/blog-foren-web20/7361-so-nutzen-sie-bilder-rechtssicher-in-ihrem-blog.html
 
Und noch ein Gedanke zur Wirkung von Bildern – dazu gehören nicht nur Fotos!
 
Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.
Henri Cartier-Bresson

Bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder unfotogenen Motiven ist es eine Kunst, NICHT auf den Auslöser zu drücken.
Andreas Feininger

Wenn ich Geschichte in Worten erzählen könnte, bräuchte ich keine Kamera herumzuschleppen.
Lewis Hine

Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann warst du nicht nah genug dran.
Robert Capa

Die Blende einer Kamera und die Pupille sind nicht dazu da, Informationen hereinzulassen, sondern dazu, welche auszublenden.
K. C. Cole

 

Nachbearbeitung von Fotos und Videos

Bildbearbeitung:

Bei der Bearbeitung können der Bildausschnitt, die Helligkeit, die Kontraste, die Sättigung, die Farben und auch die Schärfe noch optimiert werden. Doch Ziel sollte es sein, möglichst perfektes „Rohmaterial“ zu fotografieren oder zu filmen.

Filmschnitt:

Ein Film entsteht am Schneidetisch! Die aufgenommenen Videosequenzen und der Ton sind nur die notwendigen Zutaten für das endgültige Video. Sie finden unter dem Link gute Beispiele. Erkennen Sie die Prinzipien und lassen Sie sich inspirieren.

Tonbearbeitung:

Schlechter Ton nervt. Unverständlichkeit, wenig Volumen, zu laut oder zu leise und Zischlaute bei der Sprechstimme wirken unprofessionell.

Weitere Impulse:

Ein Beispiel für verschiedene Bearbeitungen des gleichen Filmmaterials:
 

 

Hier ist der Schluss ganz interessant wie mit zwei Kameraeinstellungen der Chor aufgenommen wurde und mit Zwischenschnitten „belebt“ wird.

 

Gestaltungsprinzipien für Fotos und Videosequenzen

Fotografen nannte man früher Lichtbildner. Aus gutem Grund: Ein Bild ist dann gut, wenn die Formatentscheidung, die Komposition, 
die Gewichtung und die Position der Bildelemente kontrastreich harmoniert. Dabei gilt fast immer „weniger ist mehr“. Auch bei einem guten Foto oder einer guten Filmszene gilt es, das Wichtigste in Szene zu setzen und Unwichtiges in den Hintergrund zu rücken. So ist bei einem Portrait z. B. wichtig, dass die Augenpartie „knackscharf“ ist. Schon die Nasenspitze und die Haare dürfen leicht unscharf sein und der Hintergrund sollte dem Namen entsprechend in den Hintergrund treten – also nicht ablenken. Wer eine Kamera hat, bei der man durch die Blendenöffnung die Schärfentiefe steuern kann, kann den Hintergrund verschwimmen lassen. Bei der Handyaufnahme stellt die Automatik meist alles scharf – umso wichtiger ist es, das Hauptmotiv vor einem ruhigen Hintergrund, der nicht ablenkt, abzubilden. Wichtig sind auch die Bild
achsen und die Position der bildwichtigen Elemente. Ein Foto hat mehr Spannung, wenn es nach der Drittelregel gestaltet ist. Das heißt, bauen Sie Spannung auf, indem Sie dominante Bildachsen (z. B. den Horizont) nicht mittig also 1/1 platzieren sondern 1/3 zu 2/3. Beispiele und Erklä
rung erhalten Sie unter dem Link. Auch bei professionellen Fotos werden Sie diese Regel erkennen.

Kameraposition:

Das Gestaltungsprinzip Wichtiges und Unwichtiges, Vorder-, Mittel und Hintergrund gestalterisch auszubalancieren kann durch ent
sprechende Farben und Strukturen unter
stützt werden. Denn manche Farben oder Muster sind auffällig, manche treten zurück. Durch die Position der Kamera und die Wahl des Objektives bzw. das Zoomen (digitales Zoomen beim Handy verschlechtert die Qualität) gestalten Sie das „Lichtbild“. Also bewegen Sie sich, stehen einmal auf einem Stuhl oder einer Leiter, legen Sie sich hin oder gehen Sie wenigstens in die Knie. Schauen Sie genau hin, bevor Sie den Auslöser drücken. Dazu ist der Sucher da! Und halten Sie die Kamera stabil ruhig!

Bildausschnitt:

Menschen sind grundsätzlich neugierig. Suchen Sie deshalb Bildausschnitte, die ungewöhnlich sind. So fesseln Sie den Betrachter. Selbst ein gutes einzelnes Foto kann inspirieren und eine Geschichte erzählen. Denken Sie immer an den roten Faden bei einer Fotosession und beim Videodreh (Drehbuch!).

Emotionen:

Denken Sie daran, mit Ihrer Aufnahme Emotionen zu wecken. Das gelingt z. B., wenn Sie Mimik und Haltung einfangen. Menschen interessieren sich für Menschen! Die Aufnahme des ganzen Chors mit Köpfen in Stecknadelgröße transportiert selten Emotion! Indem Sie den Menschen in Beziehung zum Raum setzen, wecken Sie auch Emotion. Ein kleines Mädchen auf einer großen Bühne wirkt anders als viele Menschen gedrängt auf engem Raum.

Schärfe:

Das Hauptmotiv muss scharf sein (Oder Sie setzten Bewegungsunschärfe bewusst ein). Fehlfokussierte und verwackelte Bilder sind Ausschuss!

Farben:

Erkennen Sie „farbstichige“ Aufnahmen: Das Foto wirkt unnatürlich „kalt“ (= blaustichig) oder zu „warm“ (= rotstichig). Üblicherweise liefert die auto-matische Einstellung des sogenannten „Weißabgleichs“ gute Ergebnisse. Das heißt, egal, ob Sonnen- oder künstliche Beleuchtung, das Foto wirkt wirklichkeitsnah. Manchmal kann es aber notwendig sein, die Kamera z. B. auf Kunstlicht einzustellen.

Kontrast:

Das Auge kann viel mehr Helligkeitsunterschiede wahrnehmen als die Kamera abbilden kann. Sind die Kon
trastunterschiede zu groß (z. B. bei grel
lem Sonnenlicht und starken Schatten) „bricht“ das Foto aus. Diese Fotos und Videos kann man auch mit der Bildbearbeitung nicht mehr retten.

Belichtung:

Ist das Foto oder der Film richtig belichtet, ist es weder zu hell noch zu dunkel. Natürlich gibt es Szenen die eher hell (im Schnee) oder dunkel (Aufführung) sind – aber gerade hier ist es wichtig, richtig zu belichten, damit viele Details zu erkennen sind.

Kameraführung:

Sorgen Sie beim Filmen stets für eine ruhige Kamera. Das gelingt nur mit einem Stativ! Vermeiden Sie hektische und unruhige Schwenks aber auch Zooms während der Aufnahme. Achten Sie einmal bei professionellen Filmen darauf, wie wenig diese Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Das klassische Gestaltungsmittel im Film ist der Umschnitt von verschiedenen Kamera
positionen. Nehmen Sie deshalb am besten gleichzeitig mit zwei Kameras auf! So können Sie z. B. Nahaufnahmen und Detailaufnahmen später spannend kombinieren und zusammenschneiden.

Weitere Impulse:

Bild 4 Bild 5 Auszug Roter-Fisch-3_zur Fotografie

 

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